Jahresrückblick 2005

Last updated on Donnerstag, den 01. Februar 2007 um 07:46 Uhr

chronik

 

von Hermann Krämer

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Januar 2005

Neujahr 2005
Ruhig ist es in der Neujahrsnacht. Kein Glockengeläut aus dem Kirchturm und nur wenige Raketen und Knaller. Zu tief sitzt der Schock der Todesflut in Südostasien vom zweiten Weihnachtsfeiertag. Als äußerliches Zeichen der Anteilnahme weht in der Gemeinde die Nationalfahne auf Halbmast. Mit vielen guten Vorsätzen gehen die Menschen in das neue Jahr. Doch oft genug halten sie nicht, denn ein Jahr ist lang. Deshalb hier einige Vorsätze, die Papst Johannes XXIII. in Kenntnis der menschlichen Natur nicht für das ganze Jahr, sondern wohlweislich nur für einen Tag, nur für den heutigen fasste: Werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen. Werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin... nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt. Werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es Niemandem erzählen. So könnte 2005 ein gutes Jahr werden.

Spontan wird im Lebensmittelgeschäft in Westernohe für die Flutopfer in Südostasien gesammelt. Die Verkäuferin, Sabine Stalp, kann innerhalb von kurzer Zeit einen Betrag von 1.200,- Euro an Hilfsorganisationen überweisen.

Unter der Rubrik vor „Vor 50 Jahren“ aus der Westerwälder Zeitung: Der Gemeinderat von Westernohe beschloss den Kauf einer Tragkraftmotorspritze für die Feuerwehr der Gemeinde. Der Sportclub Westernohe stellt seine sportlichen Aktivitäten ein, vollzieht jedoch keine Auflösung.

Unter der Rubrik vor „Vor 25 Jahren“ aus der Westerwälder Zeitung: Karl Boller, Bürgermeister von Stadt und Verbandsgemeinde Rennerod, hat im Rahmen einer kleinen Feierstunde mehrere Ortsbürgermeister verabschiedet, so auch Engelbert Gerz aus Westernohe.

07.01.2005 Jahreshauptversammlung des Sport-Club Westernohe e.V. Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Sport-Clubs im Vereinslokal Riebel. Dabei rückten Dirk Pagel und Arnold Weimar, beide bisher bereits im Vorstand vertreten, in die Führungspositionen auf. Der bisherige 1. Vorsitzende Herbert Stecker wurde seiner großen Verdienste wegen zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seit 1959 ist er in unterschiedlicher Weise für den Verein aktiv und hatte entscheidenden Anteil an den großen Erfolgen der zurückliegenden Jahre. In seinem letzten Tätigkeitsbericht dankte Stecker auch dem Ehrenmitglied Reinhold Mück für die unermüdlichen Aufräumarbeiten am Sportplatz. Der scheidende Vorsitzende appellierte nochmals an die Mitglieder, sich verstärkt in die Vereinsarbeit einzubringen. Zuviel laste auf zu wenig Schultern. Sarah Laschet sprach für den Tanzgruppen-Nachwuchs. 62 Kinder sind in vier Gruppen aktiv. Als großen Erfolg wertete sie das Freundschaftsturnier in Rennerod. Für die Tanzgruppen Expose und X-tremity erstattete Julia Krämer einen kurzen Bericht. Die Gymnastikgruppe zählt nach den Worten von Christel Pagel 21 Aktive, die sich wöchentlich in der Elsoffer Schulturnhalle treffen. Für die Tischtennis-Jugend konnte Burkhard Reif vom Aufstieg in die 1. Kreisklasse berichten. Für die TT-Senioren sprach Ulli Laschet. In der abgelaufenen Spielzeit 2003/04 hatten die 3. und die 4. Mannschaft den Aufstieg geschafft. In der Kart-Abteilung nehmen acht Fahrer am internen Wettkampf teil. Gefahren wird auf der Bahn in Sinn. Der Sieger des Jahres 2004 war identisch mit dem Berichtserstatter: Rene Schmidt. Bei den „Alten Herrn“ wurden lediglich sieben Spiele ausgetragen. Erfolgreich, so Hartmut Schmidt, verlief das Schlachtfest im Sportheim. Thomas Gros erstattete den Bericht der Fußball-Jugend. In der JSG Lasterbach-Rennerod sind in etwa 140 Jugendliche aktiv. Die Situation bei den Fußball-Senioren in der SG Westernohe-Neunkirchen erläuterte Frank Wingenbach. Beide Mannschaften (in der B-und in der D-Klasse) profitierten von der guten Arbeit des neuen Trainers Burkhard Schneider. Der Kassenbericht von Volker Abel wies einen Gesamtumsatz von mehr als 50 000 € aus. Der SCW hat derzeit 319 Mitglieder. Für 40 Jahre Mitgliedschaft ehrte der Verein Georg Frühwirth, Helmut Augustin, Michael Gatzke und Dieter Stecker. 50 Jahre ist Erich Simon dem Sportclub treu geblieben. Die Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft nahmen Walter Stahl, Theo Groß und Eugen Kalke entgegen.

09.01.2005 Die Sternsinger sind unterwegs. Kinder haben eine Stimme, das war das Leitwort der Aktion Dreikönigssingen 2005. In unserer Gemeinde wurden 1.825,- Euro gesammelt. Die Kinder haben sich engagiert und damit Brücken zu Menschen in unseren Gemeinden und zu vielen Kindern in Thailand gebaut. Das war und ist ein wichtiger und wertvoller Beitrag und ist nur möglich, wenn genügend Sternsinger/innen mitmachen.

15.01.2005 Die Aktiven des Musikvereins starten zur Neujahrswanderung bei strahlendem Sonnenschein. Nach einer Wanderung mit Glühweinpause geht’s in die Grillhütte, zu Kaffee, Kuchen und Gedankenaustausch. Die Frauengemeinschaft fährt an diesem Nachmittag zur Krippenbesichtigung nach Waldbreitbach.

22.01.2005 Weil sie ein Ausweichmanöver vollziehen musste, landete eine 40-jährige Frau am Samstagmorgen zwischen Westernohe und Rennerod im Graben. Ihr war vor einer Linkskurve ein PKW mit hoher Geschwindigkeit entgegengekommen. Dieses Fahrzeug geriet auf ihren Fahrstreifen, so dass die Fahrzeugführerin versuchte einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden. Die Fahrerin wurde leicht verletzt, am Fahrzeug entstand enormer Sachschaden. Der Unfallverursacher entfernte sich unerlaubt.

26.01.2005 Die glatten Straßenverhältnisse wurden am vergangenen Wochenende auch einem 54 jährigen Autofahrer aus Westernohe zum Verhängnis. Er befuhr die L301 vom hessischen Hausen kommend in Richtung Neunkirchen. In einer Linkskurve kam er schleudernd von der Fahrbahn ab. Das Auto schrammte dabei einen Baum und fing Feuer. Der Fahrer blieb unverletzt, aber das Fahrzeug brannte völlig aus.

27.01.2005 Die Poststelle in Westernohe soll nun auch der Sparpolitik der Deutschen Post AG zum Opfer fallen. Zu lesen in einem Bericht der Westerwälder-Zeitung. Eine weitere Zerschlagung der dörflichen Infrastruktur bahnt sich an. Kein Verständnis für die geplante Schließung haben die Bürger. Erst im Dezember 2004 wurden aus wirtschaftlichen Gründen einige Buslinien eingestellt. Das Leben im ländlichen Bereich durchläuft einen Wandel ins Negative.

 

Februar 2005                                                                                                  

02.02.2005 Am heutigen Mittwoch ist „Lichtmess“, das katholische Fest an dem die Weihnachtszeit beendet wird. „Von Lichtmess an wird owens im Helle gegääße “, ein Spruch von meinem „ Oppa “. Dabei bezog er sich auf die alte Bauernregel: „ Lichtmess - dein Brot bei Tag ich ess! “.

04.- 06.02.2005 Es ist wieder soweit, Karneval in Westernohe im Saalbau Riebel. Die erste Prunksitzung im Saalbau Riebel war ein toller Erfolg. Der „Karneval in Westernohe“ wurde mit einem Marsch der Funkenmariechen Emily Weber und Melissa Röttger eröffnet. Es folgte ein mehrstündiges, unterhaltsames Programm mit zahlreichen Höhepunkten, das die Besucher immer wieder zu stürmischen Beifall hinriss, der die Aktiven zu Zugaben aufforderte. Eva Vogelsang war beim Frage- und Antwortspiel mit ihrer Schulklasse eine gestrenge Lehrerin. Als Stammtischbruder, der die schwierigen Aufnahmebedingungen des Vereins realistisch erklärte, erntete Arnold Weimar viel Applaus wie auch Pfarrer Achim Sahl der mit den „fidelen Rohrträgern“ der Freiwilligen Feuerwehr Rennerod gekommen war und den Besuchern eine spanische Nacht vom feinsten darbot. Katja Röttger, alias Kasse Maria, sorgte mit ihrer Büttenrede für ein weiteres Highlight. Christa Schuhmann und Rita Lidl trafen sich schließlich zum Dorftratsch im renovierten Backhaus. Durch das Programm führten Katja Abel und Alexandra Pomnitz. Tänzerisch anspruchsvoll zeigten sich die verschiedensten Gruppen unter der Führung von Tanja + Nadja Stecker sowie Brigitte Hermann. Am Sonntagabend wurde das Programm wiederholt, aber leider fehlte das Publikum. Ein voller Erfolg war der Kinderkarneval am Rosenmontag. Mit dem Heringsessen am Dienstagabend endet die Karnevalszeit in Westernohe.

Unter der Rubrik „Vor 25 Jahren“ aus der Westerwälder Zeitung. Erfuhr man aus der Zeitung, dass in der Verbandsgemeinde Rennerod mehrere Naturdenkmäler unter Naturschutz gestellt worden waren. In der Gemarkung Westernohe drei alte „Hutebuchen“ sowie die Basaltblockgruppe „Klippen“.
Ortsbürgermeister Herbert Gerz erwähnt in der Ratssitzung, dass die Gemeinde derzeit mit rund 242 000 Mark verschuldet ist; das ergibt bei 808 Einwohnern eine Pro-Kopf-Verschuldung von 300 Mark.
In der Südstraße in Westernohe wurde das neue katholische Pfarrheim seiner Bestimmung übergeben. Das völlig aus Holz erbaute Heim weihte Pfarrer i.R. Karl Fuchs im Beisein von Karl Boller, Bürgermeister von Stadt und Verbandsgemeinde Rennerod, und Ortsbürgermeister Herbert Gerz.

18.02.2005 Gemeinderatssitzung mit Verabschiedung des Haushaltsplanes 2005 Anschließend ein gemeinsames Essen im Gasthaus Riebel. Eingeladen sind die Ratsmitglieder mit Ehepartner sowie unser Förster Schmidt, Georg Frühwirt von der Verbandsgemeinde, Fotochronist Günter Wilke und der Ortschronist. In Westernohe wird kein Sitzungsgeld gezahlt, dafür luden die jeweiligen Bürgermeister zu einem gemütlichen Abend ein.

Finanzplan mit Investitionsprogramm für die Jahre 2004 bis 2008 Der Haushaltsplan für das Jahr 2005 im Verwaltungshaushalt 743.050, Euro im Vermögenshaushalt 278.700, Euro festgesetzt. Verpflichtungsermächtigungen und Kredite werden nicht veranschlagt. Die Steuerhebesätze werden wie folgt festgesetzt. Grundsteuer A für land – und forstwirtschaftliche Betriebe 270 % Grundsteuer B für bebaute und bebaubare Grundstücke 320 % Gewerbesteuer nach Ertrag 330 % Hundesteuer jährlich: 1. Hund 40,-€ 2. Hund 75,-€ jeder weitere Hund 120,-€

Gleichzeitig wird dem Finanzplan mit Investitionsprogramm für die Jahre 2004-2005 zugestimmt.

19.02.2005 Günter Riebel, Gründungsmitglied des Musikvereins Westernohe, wird zu Grabe getragen. Riebel begleitete neben seiner musikalischen Tätigkeit von 1953 bis 1988 auch das Amt des Schriftührers im Musikverein. Eine große Trauergemeinde und Klänge des Orchesters begleiten seinen letzten Weg.

21.02.2005 In der Westerwälder-Zeitung wird eine Serie gedruckt „Erinnern für die Zukunft“, 60 Jahre nach der Befreiung durch die Amerikaner. Autor Wolfgang Gerz, geb. in Westernohe, hat dazu den Beitrag „Als der Krieg ins Dorf kam“ verfasst. Noch am letzten Tag beklagte Westernohe schmerzliche Verluste. Am 26. März stießen amerikanische Panzerverbände frühmorgens von Hellenhahn her auf Rennerod zu. Noch am Tag zuvor waren sie von dort aus beschossen worden und rechneten so in Rennerod mit Widerstand. Der blieb aber aus; die Panzer rollten weiter in Richtung Westernohe. Auch hier vermutete man Widerstand und so wurde schon geschossen, als man vom Berg her in den Ort einfuhr. Wie manch andere so schaute auch Hedwig Gerz den Panzern entgegen und wird dabei von einer Kugel in der Brust getroffen. Gegen zehn Uhr erliegt sie ihren Verletzungen. Nur Minuten nach den Schüssen auf Frau Gerz musste der junge Soldat Werner Wesenberg aus Berlin sein Leben lassen. Er trat, zwar in Wehrmachtsuniform, aber ohne Waffe neben dem Haus Stecker (Hauptstraße 53) hervor. Wesenberg war wohl bewusst zurückgeblieben, um sich den Alliierten zu ergeben. Auch er verstarb kurz nach seinen Verwundungen noch im Haus der Familie Stecker. Die Panzer rollten weiter in Richtung Ortsmitte/Kirche. Ganz in der Nähe traf Willi Hilgen eine Kugel. Zwar nur ein Beinschuss; da aber die Wunde nicht ärztlich behandelt werden konnte, starb er wenige Tage später an Wundstarrkrampf. Westernohe erlebte im Kleinen was Deutschland im Großen widerfuhr. Wer am Westernoher Friedhof zur Aufbahrungshalle hingeht, kommt an den Gedenksteinen der Gefallenen vorbei. Die stehen rechts des Weges und fallen sofort ins Auge. Da werden die vier Gedenktafeln auf der linken Seite leicht übersehen. Jeder der vier Tafeln trägt einen Namen. Edmund Zoth 1934 – 1945 Willi Hilgen 1902 – 1945 Hedwig Gerz 1895 - 1945 Werner Wesenberg 1924 - 1945

Edmund Zoth wurde ein Besuch im Nachbarort Rennerod zum Verhängnis. Er war am 16. März 1945, als der elfjährige Schuljunge mit dem Fahrrad aufbrach, um sich ein zwei Tage zuvor abgestürztes Flugzeug anzusehen. Am frühen Nachmittag griffen dann amerikanische Bomber Rennerod an. Das Ziel der etwa 90 Sprengbomben war klar vorgegeben: „Rennerod Road Junction“ (Rennerod Straßenkreuzung). Und in der Nähe war Edmund Zoth unglücklicherweise mit seinem Fahrrad unterwegs. Die Nazis hatten Mord und Totschlag, Grausamkeit und Elend nach Europa getragen. Alles kehrte nach wenigen Jahren verhängnisvoll zurück. Neben den vier Genannten ließen noch weitere 42 junge Männer aus Westernohe ihr Leben. Doch es darf nicht vergessen werden, dass dieses Regime auf legalem Weg an die Macht gelangte. Dabei hatten die Westernoher an Hitlers Aufstieg keinen großen Anteil. Sie stimmten noch 1933 mit überwältigender Mehrheit für demokratische Parteien. ( Zentrum 264, SPD 6, KPD 22, NSDAP 39 ) 46 Tote für einen großdeutschen Wahn und 46 Gründe für den Frieden und ein Erinnern für die Zukunft.

 

März 2005                                                                                                  

01.03.2005 Wer mit offenen Augen durch die Straßen geht, entdeckt dieser Tage überall die scharfen Zähne von „Väterchen Frost“. Klirrender Frost und das schon seit Wochen. Nachts bis –10 Grad und tagsüber höchstens – 3 Grad. Die Sonne scheint zwar länger und ihre Kraft trägt dazu bei, dass zu viele Häuser mit Girlanden aus mächtigen Eiszapfen bis zu einem Meter geschmückt sind. Schnee und Eis haben uns seit Wochen im Griff.

05.03.2005 Firmung in der Pfarrkirche in Westernohe. Weihbischof Pieschl spendet acht Jugendlichen aus der Gemeinde das Sakrament der Firmung: Elisa Abel, Vanessa Abel, Florian Schütz, Kristin Schönberger, Manuel Rex, Marc Seelbach, Stefanie Wehler, Simon Jung

Aus der Rubrik „Vor 50 Jahren“ aus der Westerwälder Zeitung. Westernohe ist durch bis zwei Meter hohe Schneeverwehungen vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten. Schnelle Hilfe ist notwendig, vor allem wegen einiger Kranken in der Gemeinde.

09.03.2005 Das hatte selbst Landrat Peter Paul Weinert noch nicht erlebt: Gleich neun Menschen aus der Verbandsgemeinde Rennerod durfte er mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz für ehrenamtliches Engagement auszeichnen - alles ehemalige oder noch amtierende Ortsbürgermeister in ihren Heimatgemeinden im Hohen Westerwald. Günter Kreckel aus Westernohe war 15 Jahre Ortsbürgermeister und von 1981 bis 1989 Erster Vorsitzender des Sport-Club-Westernohe. „Diese Ehrung ist ein Dankeschön der Gesellschaft“, so Landrat Weinert.

12.03.2005 Schlachtfest der „Alten Herrn“ im Sportlerheim in Westernohe. Das Wetter passt auf jedem Fall dazu, den ganzen Tag Schneeschauer. Keine Anzeichen von Frühjahr.

Sieben Schülerinnen und Schüler, die seit Jahren das Orgelspiel erlernen, stellten ihr Können bei einem „Kleinen Orgelkonzert“ in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, Ruppach-Goldhausen vor. Christa Schumann aus Westernohe, die als Organistin in Westernohe und Rennerod wirkt, ergänzte mit einer Passacaglia aus eigener Feder harmonisch und überaus ansprechend die Kompositionen.

16.03.2005 Verzeichnete man am letzten Sonntag noch 10 cm Neuschnee, so klettert das Thermometer am Mittwoch auf 18 Grad. Innerhalb einer Woche fast 30 Grad Unterschied.

Hegeringversammlung in Elsoff. Hegeringleiter Joachim Jantos aus Westernohe begrüßt die 150 Mitglieder aus den 29 Revieren im Hegering Rennerod, der einer von neun im Westerwald ist. Als besonders erfolgreichen Fuchsjäger wurde Georg Wingenbach (26 Abschüsse) ausgezeichnet.

Unter der Rubrik „Vor 25 Jahren“ aus der Westerwälder Zeitung: Pfarrer i.R. Karl Fuchs feiert goldenes Priesterjubiläum. Über 24 Jahre wirkte der Priester in Westernohe. Verbandsgemeinde-Bürgermeister Karl Boller (Rennerod) überreichte dem 1903 in Braubach geborenen und 1930 im Dom zu Limburg zum Priester geweihten Seelsorger den Wappenteller der Verbandsgemeinde.

 

April 2005                                                                                                

02.04.2004 Papst Johannes Paul II ist tot. Als Zeichen der Trauer läutet bis zu seiner Beisetzung am Freitag, den 08.04.2004 ,täglich zehn Minuten die Totenglocke. Trauerbeflaggung ist angeordnet.

05.04.2005 In der wöchentlichen Probe des Kirchenchors Cäcilia wird Chorleiter Achim Reif, wohnhaft in Oberrod, für 25 Jahre aktive Kirchenmusikgestaltung geehrt. Als Organist hat er 1980 in Westernohe begonnen und heute leitet er den Kirchenchor.

08.04.2004 Überfall auf das Lebensmittelgeschäft und die Postfiliale in Westernohe. Zwei mit Motorradunterziehhauben maskierte Männer überfielen am Freitag gegen 17:40 Uhr den Lebensmittelmarkt mit Postagentur an der Westernoher Hauptstraße. Die beiden 25 bis 30 Jahre alten Räuber bedrohten die beide Angestellten des Marktes mit Pistolen und forderten Geld. Nachdem ihnen laut Polizei „einige Hundert Euro“ ausgehändigt worden waren, flüchteten sie mit einem dunkelblauen BMW, der das Kennzeichen von Groß-Gerau trug.

10.04.2004 Am Sonntag gehen 6 Jungen und Mädchen aus der Pfarrei „St. Matthäus“ zu Ersten Heiligen Kommunion. Unsere Kommunionkinder: Jonas Abel, Sarah Flick, Isabella Pilling, Lea Marie Schmidt, Merlin Wilke, Manuel Zentner

16.04.2004 Einen großen Erfolg konnte der Musikverein Westernohe im Heimatort verbuchen. Er brachte bei seinem Frühlingskonzert unter dem Motto „Westernohe meets Hollywood“ mit der phantastisch vorgetragenen Filmmusik großes Kino nach Westernohe. Nicht nur die Musik beeindruckte das sehr zahlreich erschienene Publikum auch das Bühnenbild war exzellent ausgewählt. 34 Musikerinnen und Musiker ließen unter der Leitung von Heinz Blank, entsprechend dem Musikstück, ihre Instrumente mal sanft und gefühlvoll oder kraftvoll dynamisch in einem guten Zusammenspiel erklingen. Dirk Kröller, 1.Vorsitzender, führte charmant durch das vielseitige Programm. Im heutigen Musikverein spielen zu 60% junge Leute, wovon 30% der Damenwelt angehören. Die Musikerinnen und Musiker kommen aus elf verschiedenen Ortschaften.

19.04.2005 60 Jahre nach Kriegsende wird Kardinal Josef Ratzinger aus Bayern zum Papst gewählt. Kardinal Josef Ratzinger nennt sich nun Papst Benedikt XVI. Die Katholiken freuen sich und die Kirchenglocken verkünden die neue Botschaft.

Pfingsten 2005 Rund 4000 Pfadfinder treffen sich zum traditionellen Pfingstreffen. Wie schon so oft verbringen sie die ersten Tage bei Regenschauer und bei der Abreise scheint die Sonne.

Vor zehn Jahren kamen Guido und Dennis beim Tauziehen im Pfadfinderlager Westernohe zu Tode. Zehn Jahre ist es her, dass es im Pfadfinderlager Westernohe zu einem schrecklichen Unfall kam: Beim Tauziehen riss das Seil. Zwei zehnjährige Jungen starben an den Verwundungen. Ein Holzkreuz erinnert an die Toten. Einmal „schaffte“ es Westernohe bis in die 20-Uhr –Nachrichten der Tagesschau. Und dann ausgerechnet mit einer Tragödie. Es war der 4. Juni 1995 , der Pfingstsonntag und ein herrlicher Sommertag dazu. Wie jedes Jahr versammelten sich über Pfingsten die St. Georgspfadfinder in Westernohe. Rund 3000 waren gekommen. Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 20 Jahren. Und wie jedes Jahr freute man sich auf friedliches und lustiges Lagerleben. Doch damit war es am Pfingstsonntag. 11.40 Uhr vorbei. 650 Pfadfinder trafen sich auf einem Waldweg zu einem Weltrekord. Mit einem Wettbewerb im Tauziehen wollten sie sich im Guinessbuch der Rekorde verewigen. Kaum war der Wettbewerb gestartet, riß das 534 Meter lange Seil mit einem lauten Knall. Nicht einmal 30 Sekunden hatte es dem ungeheuren Druck standgehalten Während die hinteren Seilzieher auf beiden Seiten lediglich unsanft im Graben landeten, wirkte das Nylonseil an der Rissstelle wie eine totbringende Peitsche. Die zehnjährigen Guido und Dennis kamen dabei zu Tode. Weitere 102 Kinder erlitten leichte bis schwere Verletzungen. Viele klagten über Knochenbrüche und Verbrennungen an den Händen. Die Zeit heilt Wunden, sagt man. Hoffentlich auch die der betroffenen Eltern. Und die der unglücklichen damaligen Betreuer.

Pfinstsonntag2005 Ein Pfadfinder auf der Suche seiner Ahnen. Benito Casagrande ; Diplomat in Helsinki, sucht durch Gespräche mit Einheimischen das Haus seiner Urgroßmutter, Katharina Hermann, in Westernohe zu finden. Vermutungen nützen nichts und es wird recherchiert . Manfred Wehler, Ahnenforscher in Westernohe, findet auch die Zusammenhänge. Adressen werden ausgetauscht und man bleibt in Verbindung.

 

Mai 2005                                                                                                   

Die Firma Zoth aus Westernohe hat im neuen Dienstleistungszentrum in Marburg-Michelbach eine Halle mit 870 Quadratmeter Nutzfläche errichtet. Zoth beschäftigt dort 35 Mitarbeiter.

20.05.2005 Eine Umsiedlerfamilie aus Westernohe feiert ein Sippentreffen in der Grillhütte. In den frühen Morgenstunden geraten die Teilnehmer in einen Streit und Steine flogen. Der Widersacher musste ins Krankenhaus gebracht werden.Vier Personen erlitten Platzwunden.

22.05.2005 Fronleichnam mit Pfarrfest. Nach einem feierlich gestalteten Gottesdienst auf dem Huggert mit anschließender Prozession durch die Straßen des Dorfes folgt das Pfarrfest zwischen Pfarrheim und Kirche. Abwechslung beim Aufbau des Altares und der Gestaltung mit Blumenschmuck. Ein Jahr ist der „Klubbes“ verantwortlich und im nächsten Jahr die „Eck“. Als „Klubbes“ bezeichnen wir in Westernohe den östlichen Dorfteil und mit der „Eck“ den westlichen. Die Grenze verläuft ungefähr hinter dem Gasthaus Riebel am Huggert vorbei in die Südstraße.

27.05.2005 Der neue Vorstand des Musikvereins sorgt immer wieder für angenehme Überraschungen. Unter dem Motto: „ Wir lernen marschieren und musizieren“ wurde losmarschiert in Richtung Mittelhofen. Auf halbem Weg kam der Musikverein Elsoff entgegen mit dem gleichen Motto. Gemeinsam wurde bis 24:00 Uhr geprobt. Für Essen und Trinken war bestens gesorgt. Eine absolut gelungene Meisterleistung .

 

Juni 2005                                                                                                  

04.06.2005 Der Motorradclub MC Westernohe lädt alle Motorradfreunde zum 15. Motorradtreff auf das Pfadfindergelände ein. Zeltmöglichkeiten sind wie immer vorhanden.

11/12.06.2005 Erstes Backes - und Brunnenfest in Westernohe. Zum 1. Backes- und Brunnenfest laden Ortsbürgermeister Herbert Stecker und die Interessengemeinschaft „Backen wie früher“ alle Bürger und Bürgerinnen ganz herzlich ein. Die Ortsgemeinde Westernohe hat mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz das alte Backhaus mit Dorfbrunnen und Außenanlagen renoviert. Zwei Tage war der Platz um den „Huggert“ nicht nur die gute Stube des Dorfes, sondern auch ihr Festtagszimmer. In herzlicher Atmosphäre und lockerer Stimmung trafen sich Jung und Alt zu einem Dorffest, wie es schöner nicht sein konnte. Dass der Musikverein seinem einstündigen Platzkonzert eine dreistündige Zugabe anhängte, unterstreicht dies. Einmal mehr bewährte sich beim Backes – und Brunnenfest das intakte Vereinsleben des Dorfes. Der Musikverein sorgte für den guten Klang, der Kirchenchor umrahmte die offizielle Einweihung, die Frauengemeinschaft brachte einen deftigen Eintopf auf den Tisch und die verschiedenen Tanzgruppen trugen zur Unterhaltung bei. Sport-Club und Motorradclub halfen beim Aufbau und bei der Bewirtung. Vollständig war auch der Gemeinderat im Einsatz. Landrat Peter Paul Weinert lobte die dörfliche Gemeinschaft. Auch Verbandsbürgermeister Werner Daum beglückwünschte die Westernoher zu ihrem Dorfplatz. Wie Landrat Weinert so hatte auch Daum zur Einweihung ein Geschenk mitgebracht. Die Einsegnung der Räumlichkeiten nahm Pater Gaspar Minja vor. Daum überreichte Pater Gaspar Minja eine Marienstatue für die bereits ein besonderer Platz vorgesehen ist. Zwei Tage feierten die Bürger von Westernohe, zwar bei kaltem Wetter, aber mit bester Laune, das erste Backesfest.

12.06.2005 Hubertusmesse in Westernohe. Auf Initiative von Verbandsbürgermeister Werner Daum fand oberhalb von Westernohe an der Wendelinuskapelle eine Waldmesse statt. Pfarrer Achim Sahl zelebrierte feierlich die Messe auf der ehemaligen Viehweide. Die musikalische Gestaltung übernahm die Jagdhornblässergruppe „Hoher Westerwald“ unter der Leitung von Hornmeister Andreas Groß. Sehr viele Gläubige und Freunde der jagdlichen Kirchenmusik erfreuten sich an der Hubertusmesse für Fürst-Pleß und Parforcehörner in B von Hermann Neuhaus.

Die Anlage an den 14 Nothelfern wurde über viele Jahre kostenlos von Frau Monika Kreckel gepflegt. Sie bat den Bürgermeister, diese Arbeiten zukünftig in jüngere Hände zu geben. Bürgermeister Stecker bedankte sich im Rahmen einer Ratssitzung für die ehrenamtlich geleistete Arbeit und auch persönlich mit einem Präsent.

Wilde Müllablagerungen in der Wachholderheide wurden zur Anzeige gebracht. Bei den laufenden Untersuchungen wurden die Verursacher aus den hessischen Nachbargemeinden ermittelt. Diese Umweltvergehen werden mit deftigen Bußgeldern bestraft.

 

Juli 2005                                                                                                   

07.07.2005 Post ändert Pläne für ihre Filialen. Die Freude ist groß, nachdem die Nachricht durchsickerte: Die Post hat die Schließung der Filiale in Westernohe zurückgenommen. Damit hat sich die Unterschriftensammlung gelohnt und die Versorgung bleibt gesichert.

Demenz Kampf angesagt. Wer rastet, der rostet! Dr. Karl Lehnert (87) aus Westernohe veröffentlicht seit Jahrzehnten seine Gesundheitstipps in medizinischen Fachzeitschriften. Es entstanden ebenso wertvolle Gesundheitsratgeber in Buchform. In einer jüngsten Arbeit beschäftigt er sich mit dem Thema Demenz.

11.Juli 2005 Eisernes Grabkreuz in Westernohe. Ein Stück alter Friedhofskultur wurde in Westernohe erhalten. Eines noch vor Jahrzehnten weit verbreiteten eisernen Grabkreuze wurde auf Initiative des Chronisten an der Außenwand der Friedhofshalle angebracht. Für den steinernen Unterbau sorgte der Steinmetzbetrieb Frank Röther aus Elz. Aufbewahrt hatte das Kreuz Adolf Schäfer, der auch noch zu berichten wusste, dass solche Kreuze früher nicht nur auf fast jedem dörflichen Grab standen, sondern auch mehrfach verwendet wurden. Man musste lediglich das Namensschild austauschen.

Nachwuchsprobleme im Kindergarten lassen Westernoher Pfarrgemeinderat erfinderisch werden. Was haben der Kindergarten und das Pfarrhaus in Westernohe gemein? Antwort: Sie dürfen nicht leer stehen. Und damit dies nicht geschieht, sucht die katholische Pfarrgemeinde nach einer kinderreichen Familie, die im Ort heimisch werden soll. Rund 35 Kinder besuchen den katholischen Kindergarten der Gemeinde, 25 in einer so genannten vollen Gruppe, zehn in einer reduzierten. Noch erhält die Einrichtung vom Bistum einen Zuschuss in Höhe von 12 Prozent. Sollte doch die reduzierte Gruppe nicht mehr entsprechend mit Nachwuchs gefüllt werden können, fällt diese Zuwendung weg. „Auswärtige Kinder werden bei der Zuschussvergabe leider nicht berücksichtigt, so dass wir den Kindergarten nicht mit Kindern aus den Nachbarorten füllen können“, erläutert der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der katholischen Kirchengemeinde in Westernohe, Ewald Güth. Ohne den Zuschuss laufe der Kindergarten, der gerade mit viel Eigenleistung und Unterstützung aus dem Ort saniert wurde, sogar Gefahr geschlossen zu werden. „Wir haben zwar derzeit noch keine Probleme, aber schon im kommenden Jahr könnte uns der Nachwuchs ausbleiben, und ob die Ortsgemeinde die fehlenden 12 Prozent aufbringen kann, ist angesichts leerer Kassen doch äußerst fraglich“, so Ewald Güth. Das Objekt, das jetzt beim Erhalt der Kindergarten helfen soll, stammt aus dem Jahre 1890.

August 2005                                                                                              

Die Wendelinusprozession in Westernohe musste wegen Dauerregen leider abgesagt werden. Ersatzweise lud die Pfarrei zu einem Gottesdienst in die Westernoher Kirche ein, den Pfarrer Achim Sahl zelebrierte. Die Predigt von Pastoralreferentin Tanja Heymann stand unter der Überschrift „Sternstunden“. Für die musikalische Untermalung sorgten Thomas Schön an der Orgel und der Kirchenchor Westernohe. Danach lud der Pfarrgemeinderat in das benachbarte Pfarrheim zu Kaffee und Kuchen ein.

20.08.2005 Die älteste Einwohnerin von Westernohe, Anna Wehler geb. Wingenbach, ist im gesegneten Alter von 102 Jahren verstorben.

Jugendliche trieben in Westernohe ihr Unwesen. Im Zeitraum von Freitag bis Montag beschädigten sie einen PKW an Motorhaube und Dach. In der Nacht zum Donnerstag wurde ein Pkw vor der Gaststätte in der Ortsmitte erheblich beschädigt. Es wurden drei Reifen zerstochen, Scheibenwischer verbogen sowie Motorhaube und Dach verkratzt.

Die Gemeinde Westernohe erschließt zurzeit nördlich des Dorfes ein neues Baugebiet. Zahlreiche neue Bauplätze entstehen hier und werden in den nächsten Jahrzehnten die Lücke zwischen dem Dorf und dem ehemaligen Wochenendhausgebiet schließen. Derzeit verlegt ein Tiefbauunternehmen die notwendigen Rohre und trassiert eine Baustraße.

Mädchen hoben Gullideckel aus. Zwei Mädchen im Alter von 15 und 17 Jahren haben am Donnerstagabend in Westernohe einen Gullideckel ausgehoben und dadurch eine Sachbeschädigung an einem Pkw verursacht. Die Mädchen werden auch verdächtigt, zwei Solarleuchten vom Grundstück Hauptstraße 13 entwendet zu haben. Dies beobachte ein Zeuge, der die beiden Teenager verfolgte. Die Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen Diebstahls.

Ein zehn Meter hohes Aluminiumkreuz überragt nun das Bundeszentrum Westernohe der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg. Beim Papstbesuch auf dem Weltjugendtag schmückte es die Kölner Rheinwiesen. Es wurde in der Nähe der Kapelle auf dem Zeltplatz errichtet. Entworfen hat das Kreuz Pater Abraham Fischer aus der Abtei Königsmünster in Meschede. Der Benediktiner-Mönch ist Metallgestalter und arbeitet häufig mit Aluminium als Werkstoff. Siebentausend dekorative Kerzenständer hat die Firma Zoth aus Westernohe für den Papstbesuch angefertigt.

Zwei Retter auf sanften Pfoten. Vor zwei Jahren gründete sich am Wiesensee die „Neufundländer Wasserarbeitsgruppe Westerwald“, der Kerstin und Walter Wehler angehören. Regelmäßig trainieren sie mit ihren beiden Rüden im Wasser. In anderen europäischen Ländern werden die Neufundländer für Rettungsdienste eingesetzt. Was sie in harten Trainingsstunden gelernt haben, müssen die Neufundländer bei Prüfungen beweisen. Und an diesen Richtlinien orientiert sich auch die Wasserarbeitsgruppe. Mit ihrem Wohnwagen fahren Wehlers während der Saison kreuz und quer durch die Lande. Hinzu kommen viele Ausstellungen, die sie mit ihren beiden Rassehunden besuchen. Ein Schrank voller Pokale ziert ihr Haus und zeugt von der Qualität der beiden Hunde

27.08.2005 Trauung der Gemeindereferentin Tanja & Ingo Heymann in Höhn-Schönberg.

 

September 2005                                                                                       

04.09.2005 Dankamt zur „goldenen Hochzeit“ von Aloisia und Reinhard Schmidt. Musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes durch den Musikverein Westernohe.

05.09.2005 Lastzug kippte, Fahrer leicht verletzt. Ein Sattelschlepper kippte gegen 8.10 Uhr wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Hauptstraße von Westernohe ausgangs einer Kurve auf die Seite und sorgte dafür, dass der Verkehr für längere Zeit umgeleitet werden musste. Der Fahrer erlitt leichte Schnittwunden. Der LKW hatte Ton geladen der sich teilweise auf dem Bürgersteig entlud. Zwei Spezialkräne mussten den Sattelzug wieder auf „die Beine“ stellen. Gegen 15 Uhr waren die Aufräumarbeiten beendet. „Man kann wirklich von Glück reden, dass keine Fußgänger oder entgegenkommende Fahrzeuge zum Unfallzeitpunkt unterwegs waren“.

06.09.2005 Alle Jahre wieder sind sie nach den Sommerferien zu beobachten, die kleinen „i-Dötzchen“ mit den großen Schultüten auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt. Das war nicht immer so. Früher bekamen nur die Kinder von gut betuchten Eltern eine Zuckertüte. Heute bekommt jedes Kind sein „Päckchen zu tragen“. Entstanden ist dieser Brauch 1810 in Thüringen, die nachweislich erste Schultüte gab es Jena.

Aus Westernohe werden neun Kinder in der Lasterbachschule Elsoff eingeschult: Alyssa Schmidt, Marius Ferger, Lara Weiten, Leon Weber, Johanna Zoth, Ömer Kayali, Sabrina Jung, Michael Milkereit, Valentin Ring

15.09.2005 Elf Tage nach der „goldenen Hochzeit“ verstirbt Reinhard Schmidt. Er war Gründer und Ehrenmitglied im Musikverein Westernohe. Er spielte von 1953 bis 1989 das 1.Flügelhorn und wirkte über 32 Jahre als Kassierer im Musikverein.

18.09.2005 Vorgezogene Bundestagswahl 2005 In Westernohe wurde folgendermaßen gewählt:

Wahlberechtigt: 715 gültige Stimmen: 416

CDU : Erststimmen 263 64,4 % Zweitstimmen 216 51,9 % SPD : - 100 24,1 % - 89 21,4 % FDP : - 10 2,4 % - 54 13 % Grüne : - 9 2,2 % - 22 5,3 % Linke : - 19 4,6 % - 21 5,0 % Sonstige : - 14 3,4 % - 14 3,4 %

Die Sitzverteilung im Bundestag macht deutlich: Es reicht weder für eine rot-grüne noch für eine schwarz-gelbe Mehrheit. Es kommt zu einer großen Koalition zwischen SPD und CDU unter Bundeskanzlerin Angela Merkel.

24.09.2005 Seit 1995 besuchen die Kinder von Westernohe und den Lasterbachgemeinden die Grundschule in Elsoff. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens lädt die „Lasterbachschule“ zu einem Fest ein. Mit einer Projektwoche haben sich die Lehrer und Schüler auf dieses Fest vorbereitet. Die Klasse 3a hatte sich die „Kinder der Einen Welt“ zum Thema gesetzt, besonders Ruanda und die dort lebenden Kinder. Zwecks Veranschaulichung war Dr. h.c. Walter Zoth aus Westernohe eingeladen worden, der sich dort seit 15 Jahren für die Ärmsten der Armen einsetzt. Nach einem Dia-Vortrag beantwortete er die Fragen der Schüler. Zoth gab einen Einblick in die Lebensweise, die Schulen, wie sie einst waren, die Krankenstationen und Waisenhäuser und die von Zoth errichteten Schulen. Es war deutlich spürbar, dass die Kinder mit neun Jahren sehr aufmerksam und mit großem Interesse das Elend, welches auf den Bildern zu sehen war, registrierten.

23.09 – 26.09.2005 Westernoher Zeltkirmes Bei der letzten Kirmes der Saison ging so richtig „die Post“ ab. Vier Tage feiern, das kann schön sein. Insbesondere dann, wenn so ein abwechslungsreiches Programm geboten wird wie bei der Westernoher Zeltkirmes. Schon am Freitag ging es los. Disco-Night mit PM-Showservice und DJ Marco war angesagt. Am Samstag wurden gleich verschiedene Geschmäcker zufrieden gestellt. Nach dem Festgottesdienst, mitgestaltet vom Kirchenchor „Cäcilia“ und der Kirmesjugend, wurde vor den Augen vieler Zuschauer ganz traditionell ein riesiger Kirmesbaum aufgestellt. Danach ging es zum Festzelt. Dort herrschte schon bald eine „Bombenstimmung“ mit der Band „No Limits“. Am Sonntag gestaltete der Musikverein Brunken den Frühschoppen. Zum Kirmesmontagfrühschoppen mit dem Musikverein Westernohe war die gesamte Dorfbevölkerung, besonders aber die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen. In Westernohe ist es Tradition , dass der Kirmesmontag mit Freibier und Freigetränken eröffnet wird. Ortsbürgermeister Herbert Stecker bedankte sich bei den Sponsoren und bei dem Festwirt Mockenhaupt. Am Nachmittag konnte Stecker die erfolgreichen Fußballer zu einer außergewöhnlichen Spielersitzung begrüßen. Mit ihrem 4:1 Sieg gegen den Spitzenreiter Bad-Marienberg hatten die jungen Leute für einen gelungenen Kirmesauftakt gesorgt.

24.09.2005 Nächtlicher Spaziergang mit Folgen. Ihr nächtlicher Spaziergang wurde vier jungen Männern am Samstag zum Verhängnis. Um 3.20 Uhr war das Quartett zu Fuß aus Westernohe kommend nach Oberrod unterwegs. Zirka 400 Meter hinter dem Ortsausgangsschild näherte sich der Gruppe von hinten ein Pkw und streifte beim Vorbeifahren zwei der vier Personen. Anschließend flüchtete der Verursacher. Durch den Zusammenstoß wurde ein 20 jähriger Mann aus dem Oberwesterwald leicht und ein 19 jähriger aus dem Unterwesterwald schwer verletzt.

Firma Zoth bildet den 400. Lehrling aus. André Schönberger aus Seck ist der 400. Lehrling, der von der Firma Zoth in Westernohe ausgebildet wird. Zoth ist mit fast 500 Beschäftigten bekannt für die Ausbildung vieler junger Menschen. Das Unternehmen wurde deshalb im Jahre 1984 durch den damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens mit einer Urkunde ausgezeichnet. In diesem Jahr wurden bereits 13 Lehrlinge eingestellt, 12 waren geplant, ein Ausbildungsplatz wurde durch die VG Rennerod im Hause Zoth geschaffen. Das Unternehmen kann im nächsten Sommer sein 50-jähriges Bestehen feiern. In der Zoth-Niederlassung in Erfurt wurden bereits 30 Lehrlinge ausgebildet.

 

Oktober 2005                                                                                            

Alexandra Güth , Ärztin aus Westernohe, wird zum Doktor der Medizin promoviert und ist somit die erste Ärztin aus Westernohe. Herzlichen Glückwunsch.

Im Gästebuch der Homepage von Westernohe sucht eine Beatrice Künzele-Merten aus Gossau in der Schweiz nach ihren Verwandten in Westernohe. Folgender Eintrag: „Meine Urgroßeltern Josef Merten, geb. 05.02.1846, und seine Frau Margaretha Merten-Wehler, geb. 04.04.1848 verließen Westernohe 1889 und wanderten mit ihren drei Buben in die Schweiz aus“. Nachforschungen, in Verbindung mit Manfred Wehler, brachten schnell „Licht ins Dunkle“, und so konnten sogar Nachkommen dieser Familie an dem großen „Mertentreffen“ in der Schweiz teilnehmen“.

Westernoher Hunde siegten erfolgreich in Frankreich. Auf der 22. internationalen Kurzhaarprüfung im französichen Vitry-le-Francoise konnten zwei Deutsch-Kurzhaar-Hunde die Prüfung äußerst erfolgreich bestehen, wobei die von André Schmidt aus Westernohe geführte Hündin in der Leistung besonders zu überzeugen wusste. Ein Rüde, geführt von Alieska Jantos, errang ebenfalls eine hervorragende Leistung. Bei dieser „IKP“ handelt es sich um eine internationale Prüfung, die im In- und Ausland Gelegenheit gibt, sich über den Stand der Zucht und Leistung der Hunde im Feld und im Wasser ein Bild zu machen.

Unter der Rubrik „vor 50 Jahren“ aus der Westerwälder Zeitung. Westernohe, derzeit 550 Einwohner, plant für 1956 den Bau einer Volksschule mit zwei Unterrichtsräumen sowie eines Ehrenmals.

Berichterstattung Tischtennis: An dieser Stelle ein Lob an Burkhard Reif, Tischtennisspieler aus Westernohe, der wöchentlich exakte Spielberichte im Heimatblatt „Hoher Westerwald“ veröffentlicht.

 

November 2005                                                                                       

01.11.2005 Allerheiligen Allerheiligenandacht auf dem Friedhof, mitgestaltet von Musikverein und Kirchenchor. Kranzniederlegung am Ehrenmal von der Gemeinde sowie Musik- und Sportverein.

20.11.2005 Seit hunderten von Jahren wird St. Martin verehrt. Auch in Westernohe fand wieder ein wunderschöner „Martinszug“ statt. Nach dem Gottesdienst versammelten sich Kinder und erwachsene Menschen aus Westernohe und Umgebung auf dem Huggert um Laternen und Leuchtfeuer durch die Straßen zu tragen. Musikalisch wurde der sehr große Zug vom Musikverein Westernohe begleitet. Die Kinderaugen strahlten mit den Lichtern um die Wette und die Erwachsenen erfreuten sich an Glanz und Wärme des Feuers Nähe am Sportplatz. Applaus gab es von den Anwesenden für Reinhold Mück, der seit Jahren das Martinsfeuer aufbaut und entzündet, wie es im Westerwald mit Sicherheit seines Gleichen sucht. Bürgermeister Herbert Stecker freute sich über die sehr große Beteiligung und verteilte zweihundert Brezeln an die Kinder. Für die „Großen“ gab es Glühwein.

Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Lasterbach in Neunkirchen. Es wurden Vorstandswahlen durchgeführt und drei Mitglieder aus Westernohe wurden in den Vorstand gewählt: Engelbert Zoth, Helmut Ochs sowie Ute Schubert.

24.11.2005 Mit zwanzig Zentimeter Schnee kommt der Winter in großen Schritten. Hatten wir vor 14 Tagen noch fast sommerliche Temperaturen, so werden wir eines Besseren belehrt. Von September bis Mitte November hatten wir einen wirklich „goldenen Herbst“. Dieses Jahr ging der Sommer auf den Winter über und hat uns den Herbst mit seinem „Schmuddelwetter“ erspart. Dafür war der richtige Sommer auch sehr zurückhaltend.

25.11.2005 Der geschäftsführende Vorstand vom Musikverein Westernohe wendet sich mit einem Rundschreiben an die aktiven Mitglieder und sorgt für Missstimmumg im Verein und bei der gesamten Bevölkerung. Ein Dirigentenwechsel soll vollzogen werden und ein Nachfolger soll schon eine Woche später mit einem „Dirigat“ vorgestellt werden. Ein fataler Fehler, da weder mit dem beliebten jetzigen Dirigenten Heinz Blank noch mit den Aktiven im Orchester darüber gesprochen wurde. Diskussionen und Gespräche mit dem Vorstand lassen den Spielbetrieb fast zum Erliegen kommen. Eine Aktivenversammlung wird einberufen und jeder hofft auf eine vernünftige Lösung. Nach einer geheimen Abstimmung sprach sich die Mehrheit der Aktiven für ein Weiterarbeiten mit dem bisherigen Dirigenten Heinz Blank aus. Herr Blank bittet um eine Bedenkzeit und ein erneutes Treffen zwischen Vorstand und Dirigenten wurde vereinbart. Mit Sicherheit keine leichte Entscheidung für den Dirigenten, aber er bleibt in Westernohe und die nächste Probe ist für Anfang Januar angesetzt. Aufatmen in der Bevölkerung und bei den meisten Aktiven. Wie sagte unser Altbürgermeister Herbert Gerz des öfteren: „ Wenn der Wagen am besten läuft, verliert er meistens ein Rad “. Wie wahr !

 

Dezember 2005                                                                                         

03.12.2005 Seniorenfeier in Westernohe. Die Gemeinde lädt wie jedes Jahr zur Seniorenfeier ein, um ein paar gemütliche Stunden zu bieten. Verschiedene Gruppen gestalten den Nachmittag mit und bieten ein unterhaltsames Programm. Das „Backesteam“ sorgte für frisches Brot aus dem Backhaus. Der Musikverein spielt in der angespannten Situation ohne den Dirigenten und der zurückhaltende Applaus im Saale lässt die Stimmung nur erahnen.

11.12.2005 Familie Schäfer-Koda bäckt mit der gesamten Familie Brot und Plätzchen im Backhaus. Eine sehr schöne Idee zum Nachahmen. So können wir den Kindern etwas Dorfgeschichte in einem historischen Gebäude vermitteln.

20.12.2005 Eröffnungstag unseres Dorfladens durch die Übernahme von Frau Sabine Stalp. Nachdem der bisherige Inhaber Thomas Meurer ankündigte, den Laden zum Jahresende zu schließen, war der Weiterbestand unseres Dorfladens ernstlich gefährdet. Gerade war es gelungen, die bereits gekündigte Post-Partner-Filiale im bisherigen Umfang zu erhalten, da kam die bedenkliche Nachricht. Somit war neben der Postfiliale auch die gesamte Grundversorgung mit Lebensmitteln, Bäckerei- und Fleischereiprodukten vor Ort in Frage gestellt. Nun war für die Verantwortlichen in der Gemeinde Eile geboten, galt es doch vor der endgültigen Schließung einen geeigneten Nachfolger zu finden. Bürgermeister und Ratsmitglieder waren einstimmig der Meinung, alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Fortbestand des Dorfladens zu sichern. Nach vielen Gesprächen mit verschiedenen Personen, Lebensmittelgroßhändlern und unterschiedlichen Behörden gelang es Bürgermeister Herbert Stecker, die bisherige Angestellte des Herrn Meurer, Frau Sabine Stalp, als neue Inhaberin zu gewinnen. Nun liegt es an der Dorfbevölkerung den Fortbestand unseres Dorfladens langfristig zu sichern und die Wohnqualität in unserer Heimatgemeinde zu erhalten. Wir wünschen Frau Sabine Stalp einen guten Geschäftsstart.

22.12.2005 Der letzte Wunsch ging leider nicht in Erfüllung. Ein unbekannter Mann hat gestern gegen 11.10 Uhr die Postagentur in Westernohe überfallen. Der Täter ist noch flüchtig. Nur zwei Tage nach der Übernahme des Dorfladens samt Postagentur in Westernohe haben die Inhaberin Sabine Stalp und ihre Mitarbeiterin Sonja Mai einen Schock zu verkraften. Ein Mann bedrohte die Angestellte mit einer Schusswaffe und erzwang die Herausgabe der Postkasse, einen Betrag in vierstelliger Höhe. Der Täter zeigte lediglich den Lauf aus seiner Kleidung. Nach dem Überfall flüchtete der Mann zu Fuß in Richtung Dorfmitte. Die Polizei Westerburg war kurz nach dem Überfall mit mehreren Fahrzeugen am Tatort. Von fahrenden Lautsprecherwagen aus wurden die Bürger der Lasterbachgemeinde informiert und um Hinweise auf den Flüchtigen gebeten. Es war der zweite Überfall in diesem Jahr auf das Geschäft an der Westernoher Hauptstraße. Bereits im April hatte ein Täter die Poststelle aufgesucht. Wie auch jetzt beschränkte sich der Täter auf das Geld der Postagentur.

24.12.2005 Heiligabend Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Bei allen Feierlichkeiten sollten wir auch an die Schwerkranken in unserem Dorfe denken, denn allzu schnell kann es jeden von uns treffen. Dieses Jahr wurde eine neue Weihnachtsdekoration an den Weihnachtsbäumen in der Kirche installiert, dank der Frauen und Männer vom Pfarrgemeinderat.

30.12.2005 Michael Gatzke aus Westernohe wird heute zu Grabe getragen. Pfarrerin Kuhn-Schwob vom evangelischen Pfarramt in Neunkirchen hält den Trauergottesdienst in der katholischen Pfarrkirche in Westernohe. Was vor 25 Jahren fast noch undenkbar war ist Gott sei Dank heute Realität geworden.

31.12.2005 Unser Gemeindearbeiter Reinhold Mück wird 85 Jahre alt. Einen herzlichen Glückwunsch von der gesamten Dorfbevölkerung. Keinen Tag im Jahr, an dem wir nicht dem Reinhold irgendwo im Dorf begegnen. Ob auf dem Sportplatz, mit der Sense im Sommer, auf dem Friedhof bei allen Beerdigungen oder beim Schneeschaufeln im Winter. Immer bedacht, dem Wohle der Gemeinde zu dienen. Der Reinhold mit seinem Traktor gehört einfach zum Dorfbild.

 

Neu Erdenbürger in der Gemeinde:                                                           
  • Mathilda Jung
  • Lea Melanie Wilhelm
  • Emily Jones
  • Marius Wiesendahl
  • Thomas Schanz
Hochzeiten:
  • Dajana & Bernhard Jones
  • Christian & Steffi Wiesendahl
  • Tanja & Ingo Heymann

Goldhochzeiten:

  • Paul & Erika Heck
  • Reinhard & Aloisia Schmidt
  • Wolfgang & Lucia Jauss

 

Verstorbene Mitbürger unserer Gemeinde:
  • Käthe Wolters             geb. 1914
  • Werner Gerz                      1919
  • Albert Mack                       1938
  • Gisela Bär                         1928
  • Alois Wehler                      1956
  • Anna Wehler                      1903
  • Reinhard Schmidt               1930
  • Johann Augustin                 1933
  • Josef Töpler                        1927
  • Anni Stecker                      1935
  • Anneliese Becker                1915
  • Rudolf Tripp                        1911
  • Michael Gatzke                  1949
Neubauten in 2005:                                                                                         

Im Jahre 2005 wurden keine Neubauten errichtet.

 

Was sonst noch zu sagen wäre !                                                                   

Ein Jahr auf Grund dessen zu kritisieren, was es nicht gebracht hat, wird immer ein zweifelhaftes Unterfangen bleiben, weil erstens das Jahr selber nicht für unterlassene Leistungen verantwortlich gemacht werden kann, und weil man zweitens nicht weiß, ob es bei Verwirklichung dieser Unterlassung ein Deut besser geworden wäre. Überdies ist so eine Kritik immer individuell: Wo der eine das Jahr dafür rügt, seine persönlichen Ziele nicht zu verwirklichen, ist der andere darüber glücklich, was wir an dem Beispiel Musikverein Westernohe gerade erst erlebt haben. Dem Jahr als solchem ist beides wurscht.

Was man dem Jahr 2005 heute schon hoch anrechnet, sind der neue Papst und die vorgezogenen Neuwahlen. So viel Aufbruch oder auch nur Lärm war selten. Umso schmerzlicher wird einem bewusst, was alles nicht erneuert wurde. Nun sagen die meisten Leute mit gutem Recht „Was geht mich das an, ich kann eh nichts bewegen“. Oft findet man diesen Dialog bei Spendensammlungen. „Das Geld kommt doch sowieso nicht an“. Was ihnen näher liegt sind die Probleme des kleinen Mannes: Benzinpreiserhöhung usw.

Wir haben hier von Dingen geredet, die tatsächlich passiert sind. Wer ein Haus untergräbt, muss auch damit rechnen, muss wissen, dass es einstürzen könnte, auch ohne die Erfahrung eines tatsächlichen Einsturzes.

Dies auf das Jahr 2005 analog anzuwenden, bleibt jedermann selbst überlassen.

Das war der Jahresrückblick der Gemeinde Westernohe 2005

Für das Neue Jahr könnten wir uns vornehmen, nicht in der Vergangenheit zu leben, sondern für heute und morgen und den Mut zu haben unsere Meinung frei zu sagen. Es wird den Zweifel in die Seele tragen, dem, der es hört. Worte können Wunder wirken. In diesem Sinne ein gesundes und gesegnetes neue Jahr 2006.


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